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Das Gebiet

langenautalName: Naturpark Frankenwald

Gebietsgröße: 102.250 Hektar

Betreut seit: 2003

Bedeutung: Typisch für das bis zu knapp 800 m hoch gelegene Mittelgebirge sind bunt blühende Wiesen, ausgedehnte Wälder und tief eingeschnittene Wiesentäler, durch die alte Floßbäche plätschern. 

Typische Lebensräume: artenreiche Wiesenbiotope wie Bergwiesen mit Bärwurz, Arnika und Holunder-Knabenkraut, Borstgrasrasen und Kalkmagerrasen

 
 

Mehr zum Gebiet

 Der Naturpark Frankenwald – Wechselspiel von Natur und Kultur

Sonnenuntergang bei NeuengrünDer Naturpark Frankenwald liegt in den Landkreisen Kronach, Kulmbach und Hof. Er grenzt im Norden an das Grüne Band, die ehemalige innerdeutsche Grenze, an.

Typisch für den Frankenwald ist die Dreiteilung seiner Kulturlandschaft: besiedelte, landwirtschaftlich genutzte Hochflächen, große, zusammenhängende Wälder in den Hangbereichen und tief eingeschnittene, bunt blühende Wiesentäler mit Floßbächen. Diese Wiesentäler stellen mit den heute noch sichtbaren Bauwerken der Flößerei ein Charakteristikum dieser Landschaft dar.
Die Fränkische Linie, die den Naturpark nach Süden begrenzt, ist eine der geologischen Besonderheiten, die ihn auch als Geopark interessant machen.

Die besondere Naturausstattung des Frankenwaldes wird von seinen artenreichen Wiesengesellschaften geprägt. Durch eine jahrhundertlange extensive landwirtschaftliche Nutzung der Talauen, Hochflächen und Muschelkalkhänge entwickelten sich hier Wiesen unterschiedlichster Ausprägung wie Bärwurz-, Arnika- und Orchideenwiesen sowie Borstgras- und Halbtrockenrasen. Sie sind Lebensraum und Nahrungsbiotop für viele geschützte Pflanzen und Tiere wie z.B. Knabenkräuter, Wollgras, Enziane, Dukatenfalter, zweigestreifte Quelljungfer oder den im Naturpark Frankenwald noch weit verbreiteten Schwarzstorch.

In den verschiedenen Naturpark Info-Häusern sowie entlang zahlreicher Lehrpfade können sich Besucher über Natur und Landschaft, Kultur und Tradition informieren. Auch das Exkursionsangebot der Ökologischen Bildungsstätte Oberfranken lädt ein, immer wieder neue Facetten des Naturparks Frankenwald mit seiner besonderen Natur und Kultur zu entdecken.

 

Die Betreuerin

Gebietsbetreuer 025Name: Beate Singhartinger

Ausbildung: Dipl. Ing. (FH) Landespflege

Im Dienst als Gebietsbetreuerin seit: August 2004

Träger: Ökologische Bildungsstätte Oberfranken

Thematische Schwerpunkte: Betreuung der Kulturlandschaft des Naturparks Frankenwald, Öffentlichkeitsarbeit, Umweltbildung, Besucherlenkung, Konfliktmanagement

 
 
 
 

Mehr zur Betreuerin

Ich heiße Beate Singhartinger und bin seit 2004 Gebietsbetreuerin im Naturpark Frankenwald. Nahe des Naturparks Schwarzwald aufgewachsen, erinnert mich der Frankenwald mit seinem rauen Charme sehr an meine Heimat.

Der Schwerpunkt meiner Aufgaben als Gebietsbetreuerin liegt darin diese besondere Kulturlandschaft sowohl Einheimischen als auch Besuchern näher zu bringen. Mir ist es wichtig deutlich zu machen, dass jede Landschaft ihre einzigartigen Ausprägungen hat, die es zu bewahren gilt. Gerade weil diese im Naturpark Frankenwald auf den ersten Blick nicht so spektakulär sind, kann ich mit meiner Arbeit helfen sie zu entdecken und zu schützen. 

 
 

Tiere und Pflanzen

Schwarzstorch, Bild Z. TunkaTierarten: Schwarzstorch, Zweigestreifte-Quelljungfer, Rotflügelige Schnarrschrecke, Schlingnatter, Feuersalamander, Rebhuhn

Pflanzenarten: Bärwurz, Arnika, Holunder-Knabenkraut, Perücken-Flockenblume, Deutscher und Gefranster-Enzian

Highlights: Schwarzstorch, Arnika-Bärwurzwiesen, Holunder-Knabenkraut

Naturschutz-Projekte: BayernNetz Natur-Projekte "Frankenwaldtäler", "Artenvielfalt am Muschelkalkzug der Fränkischen Linie", "Bärwurzwiesen und Feuchtflächen im nördlichen Frankenwald" sowie "Agrarlandschaft Oberfranken"

 
 
 
 

Mehr zu Tiere und Pflanzen

 

Bärwurz, Foto Thomas RebhanBärwurz (Meum athamanticum): 

Die Wiesenpflanze mäßig trockener Standorte verströmt beim Zerreiben einen intensiven Geruch nach Fenchel, Kümmel und Dill.
Die Samen und frischen Triebe eignen sich hervorragend als Gewürz. Zur Herstellung eines Bärwurzschnapses wurden bis noch vor einem Jahrzehnt die Wurzeln auch im Frankenwald gesammelt.
Schon im Mittelalter wurde die Pflanze gegen Schmerzen während der Wehen eingesetzt, daher der Name in Bezug auf die Ge-bär-mutter.
Die Bärwurz ist eine Charakterart des Frankenwalds, da sie in dieser Häufigkeit bayernweit nur hier vorkommt.

 
 
 
 
Perücken-Flockenblume, Foto Beate SinghartingerPerücken-Flockenblume (Centaurea pseudophrygia): 

  • Die attraktive Pflanze wächst auf etwas nährstoff- und basenreicheren Lehm- und Tonböden und blüht nach der Mahd erneut bis zu den ersten Frösten im Oktober.
  • Die Hüllblätter des Blütenköpfchens überdecken sich perückenartig, daher der Name.
Auch sie ist eine Charakterart und hat ihr Hauptverbreitungsgebiet im Frankenwald.
 
 
 
 
 
 
 



Arnika, Foto Thomas RebhanArnika bzw. Berg-Wohlverleih (Arnica montana):
 
Sie bevorzugt besonders magere, niederschlagsreiche Hochlagen, daher der Name Berg-Wohlverleih. Im Frankenwald wächst sie meist in den sog. Bärwurzwiesen.
  • Als umfassende Heilpflanze ist die Arnika schon seit Jahrhunderten beliebt, in hohen Dosen ist sie jedoch stark giftig.
Arnica montana hat durch Sammeln der Blüten sowie als düngefeindliche Pflanzenart in den letzten Jahrzehnten einen extremen Rückgang erlitten.
 
 
 
 
 
 
 
Schwarzstorch, Foto Z. Tunka
  • Schwarzstorch (Ciconia nigra):

  • Er unterscheidet sich äußerlich vom weithin bekannten Weißstorch, wie der Name schon vermuten lässt, durch sein schwarzes Gefieder.
In sumpfigen, von Wäldern eingeschlossenen offenen Auenbereiche mit ausreichend großen Einflugschneisen findet er seine Nahrung, wie z.B. kleine Fische und Amphibien. Er nistet auf Waldbäumen in beträchtlicher Höhe. Durch Wiederöffnung der Täler brüten im Frankenwald (einschließlich grenznahe Bereiche in Thüringen) seit einigen Jahren wieder zahlreiche Schwarzstorchpaare. Im Gegensatz zum Weißstorch ist diese Art besonders störempfindlich.
 
 
 
 
 
 
Zweigestreifte-Quelljungfer, Foto

Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltoni): 

  • Mit einer Körperlänge von ca. 85 mm ist sie eine der größten Libellenarten in Bayern. Sie hat leuchtend grüne Augen und gelbe, in der Mitte unterbrochene Querstreifen am Hinterleib.
Als Fließgewässerlibellenart lebt sie an Bächen mit guter Wasserqualität. Sie benötigt also sauberes, sauerstoffreiches Wasser und ist gegenüber Verunreinigungen sehr empfindlich.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Weitere Informationen
 

Was Sie unbedingt erleben müssen


Floßdurchfahrt, Foto BehrschmidtEine Floßfahrt auf der Wilden Rodach bei Wallenfels ist ein unvergessliches Abenteuer, das Sie so nur im Naturpark Frankenwald erleben können. Auf der Internetseite der Stadt Wallenfels können Sie sich über dieses unvergessliche Erlebnis informieren und eine Fahrt buchen.

 

 

 

 

 


Llamitzpfad, Foto Beate SinghartingerDer Lamitzpfad entführt Sie auf eine Zeitreise durch die Kulturgeschichte des Frankenwaldes, bei der Sie zudem die imposanten Bauwerke einer Biberfamilie bestaunen können. Aber Vorsicht, die Füße könnten nass werden!

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Heft FrankenwaldsteigDer Frankenwald ist Bayerns erste "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland". Mit dem Rennsteig, dem Frankenweg, dem Frankenwaldsteig, den besonders beliebten Steigla und... finden Sie im Frankenwald ein umfassendes Wegenetz.
Unter DER FRANKENWALD - Draußen. Bei uns. und Wanderbares Deutschland können Sie diese Vielfalt von zu Hause aus entdecken.
 
 
 

Die schönsten Orte im Gebiet

Mit den Frankenwald-Touren entdecken Sie die schönsten Ecken des Naturparks Frankenwald.

Bei einem Besuch auf der Webseite der Gebietsbetreuung im Naturpark Frankenwald finden Sie unter dem Reiter "Touren" alle notwendigen Informationen.

Meine Angebote

Unter dem Motto - Mit der Gebietsbetreuerin unterwegs - biete ich im Jahresverlauf verschiedene geführte Wanderungen oder Radtouren an. Besonders bei der Rundwanderung am Lamitzpfad ist die landschaftliche Vielfalt der Frankenwaldtäler besonders gut erlebbar. Und Sie werden zudem die imposanten Bauten des größten europäischen Nagetieres, des Bibers, entdecken.

Mit meinen informativen Faltblättern zu den Frankenwald-Touren können Sie diese besondere Kulturlandschaft auch auf eigene Faust entdecken. Man kann sie auf der Webseite Gebietsbetreuung im Naturpark Frankenwald unter dem Reiter "Touren" herunterladen.

Mein Landschaftspflege-Buch "Landschaft, die schmeckt!" entführt Sie mit schönen Bildern, interessanten Texten und leckeren Rezepten in die Natur des Naturparks Frankenwald. Zu beziehen ist es bei der Geschäftsstelle des Naturparks im Landratsamt Kronach.

 

Meine Empfehlungen im Netz

 
Besuchen Sie die Webseiten des Naturparks Frankenwald und des Frankenwald-Tourismus, um sich umfassend über den Frankenwald, die sogenannte "Grüne Krone Bayerns", zu informieren.
 
 

 

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