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Das Gebiet

Amperaue WebsiteName: FFH-Gebiet Ampertal

Gebietsgröße: 3.944 ha, davon ca. 1.400 ha FFH-Gebiet

Betreut seit: 2003

Bedeutung:  Biotopachse in den intensiv genutzten Landkreisen um München; hohe Artenvielfalt am und im Fluss

Typische Lebensräume: Auwälder, Streuwiesen, Still - und Fließgewässer

 
 
 

Mehr zum Gebiet

Das Ampertal zieht sich als grünes Band vom Ende des Ampermooses bei Grafrath bis zur Mündung in die Isar bei Moosburg. In den betreuten Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck durchschneidet der Fluss drei geologische Räume: Moränenlandschaft, Schotterebene und Tertiärhügelland.
Als Zeuge der ursprünglich extensiven Nutzung entlang des Flusses finden sich dort noch artenreiche Streuwiesen und Niedermoore mit Raritäten wie Sumpf-Gladiole oder Kriechender Sellerie, und naturnahe Auwälder säumen den Fluss auf weiten Strecken.Die Amper selbst ist Lebensraum für verschiedenste Fischarten, darunter rasante Räuber wie den Rapfen oder heimliche Bewohner wie den Schlammpeitzger.

Der Betreuer

Name: Sebastian Böhm

Ausbildung: Forstingenieur (B. Eng.) FH Weihenstephan

Im Dienst als Gebietsbetreuer seit: Juni 2016

Träger: Landschaftspflegeverbände Dachau e.V. und Fürstenfeldbruck e.V.

Thematische Schwerpunkte: Arten- und Biotopschutz, Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit           

 
 
 

Mehr zum Betreuer

Schon in meiner Kindheit waren die Amperauen mein "Spielplatz". Während damals die Probleme und die Schutzwürdigkeit dieser vielfältigen Landschaft keine Rolle für mich spielten, sind sie mir nun umso mehr Anliegen und durch das Glück, hier die Stelle des Gebietsbetreuers zu besetzen, auch berufliche Aufgabe. Kontaktieren Sie mich gerne jederzeit zu allen Belangen rund um das Ampertal!

Kontakt

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Landschaftspflegeverbände Dachau e.V. und Fürstenfeldbruck e.V.

Münchner Str. 37

85232 Bergkirchen-Eschenried

Tel.: 0173 5904410

Tiere und Pflanzen

Eisvogel websiteBesondere Tierarten: Frauennerfling, Schlammpeitzger, Laubfrosch, Biber, Grüne Keiljungfer, Grauspecht, Kleinspecht, Eisvogel

Seltene Pflanzen: Kriechender Sellerie, Sumpf-Gladiole, Sumpf-Platterbse, Hartman-Segge, Wohlriechender Lauch, Prachtnelke

Artenhilfsmaßnahmen: Anlage von Eisvogelwänden, Vermehrungsprojekt für seltene Streuwiesenpflanzen, Pflegemaßnahmen auf Feucht- und Niedermoorflächen

 
 

Mehr zu Tiere und Pflanzen

 

Zwergtaucher web

 

 

 

 

 

 

Ampertaler des Monats Januar: der Zwergtaucher

Er ist so klein, dass er zumeist übersehen wird. Und wenn er doch mal auffällt, halten ihn die meisten für Nachwuchs bei Ente & Co.: der Zwergtaucher.

Er ist der kleinste unserer heimischen Lappentaucher, die ihren Namen den charakteristischen Schwimmlappen an ihren Zehen verdanken. Im Gegensatz zu seinem bekannteren Vetter, dem Haubentaucher, ist der Zwergtaucher ein eher heimlicher Geselle. Nur im Winter lässt er sich gelegentlich frei auf eisfreien Wasserflächen, wie etwa der Amper, beobachten. Aber selbst dann ist er aufgrund seiner wirklich zwergenhaften Größe von allerhöchstens 30 Zentimetern und dem schlichten Winterkleid alles andere als auffällig. Sein Bruthabitat sind krautreiche Kleingewässer mit ausgeprägten Verlandungszonen, beispielsweise aus Schilf oder Großseggen. Dort findet er auch Beute im Überfluss, denn er ernährt sich hauptsächlich von Wasserinsekten und kleinen Fischen. Gewässer mit zu großen schuppigen Mitbewohnern meidet er jedoch, denn gerade die winzigen Jungvögel stellen für Hechte und andere Raubfische eine willkommene Bereicherung des Speiseplans dar. Entlang der Amper finden sich in den Altwässern und Nebenarmen potentiell geeignete Habitate für die Art, aber die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte machen ihr dort das Leben schwer. Vor allem die zunehmenden Störungen aufgrund der mittlerweile fast flächendeckenden Freizeitnutzung aller Art am und auf dem Fluss ließen die Bestände bis auf wenige Paare verschwinden. Außerdem leiden viele Wasserpflanzen und Gewässertierchen unter den hohen Einschwemmungen von Feinsedimenten, Düngemitteln und Pestiziden aus zu intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen. Auch wenn er aufgrund seines weltweit großen Verbreitungsgebiets noch als ungefährdet gilt, so ist er doch als Stellvertreter für unzählige Lebewesen, von der Libelle bis zum Kammmolch. ein wertvoller Indikator für intakte, störungsarme Kleingewässer. Von verstärkten Schutzbemühungen würde also nicht nur dieser gefiederte Winzling profitieren, sondern eine ganze Palette an Arten, die unsere heimische Natur im Ampertal so besonders machen.


 

 

Weitere Informationen
 

Was Sie unbedingt erleben müssen

Erwandern Sie sich die Schönheit des Ampertals auf einer Tour von Fürstenfeldbruck nach Schöngeising! Ausgehend vom Kloster Fürstenfeld können Sie, immer der Zellhofstraße folgend, eindrucksvoll verschiedene Lebensräume entlang des Flusses entdecken: von schattigen Buchenwäldern mit munter sprudelnden Hangquellen über feuchte Auwälder und artenreiche Niedermoorwiesen bis hin zur Amper selbst, welche, mal rasch und mal träge, den Weg begleitet. Der gesamte Bereich ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und es besteht ein Betretungsverbot jenseits der öffentlichen Wege. Um diese wirklich wertvollen Flächen zu schützen, bitte ich Sie, sich auch daran zu halten. Aber glauben Sie mir, es wird Ihnen nicht schwerfallen: die Naturschätze dieses Gebiets befinden sich quasi direkt am Straßenrand!

Die schönsten Orte im Gebiet

Amperschlucht bei Wildenroth, Emmeringer Hölzl, Amperaue bei Günding

Meine Angebote

Exkursionen:

Neben den angebotenen Exkursionen gebe ich auch gerne Führungen und Vorträge "außer der Reihe" zu verschiedenen Themen und vor verschiedenstem Publikum. Kontaktieren Sie mich einfach!

Alle angebotenen Exkursionen sind kostenlos!

 

- 27. Januar 2018: Unterwegs im Natura 2000 - Gebiet Ampertal

Auf einer Tour entlang der Amper kann man die heimische Artenvielfalt hautnah erleben: viele gefiederte Wintergäste lassen sich jetzt am Fluss blicken, und besonders die Spuren des Bibers sind zu dieser Jahreszeit überall zu finden. Daneben gibt es spannendes Hintergrundwissen zur Lebensweise vieler Arten sowie zur Ökologie und aktuellen Problemen des Lebensraums Ampertal.

Treffpunkt: Parkplatz an der Kläranlage Ampermoching, Grießlstraße

Zeit: 13:00 Uhr, Dauer ca. 2 Stunden (Weglänge 3,0 km)

Anmeldung bitte bis zum 26. Januar über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter der Nummer 0173 5904410 bei Sebastian Böhm

 

- 17. Februar 2018: Unterwegs im NATURA 2000 - Gebiet Ampertal

Auf einer Tour entlang der Amper kann man die heimische Artenvielfalt hautnah erleben: viele gefiederte Wintergäste lassen sich jetzt am Fluss blicken, und besonders die Spuren des Bibers sind zu dieser Jahreszeit überall zu finden. Daneben gibt es spannendes Hintergrundwissen zur Lebensweise vieler Arten sowie zur Ökologie und aktuellen Problemen des Lebensraums Ampertal.

Treffpunkt: Parkplatz östlich der Kirche Schöngeising, Kirchstraße

Zeit: 13:00 Uhr, Dauer ca. 2,0 Stunden (Weglänge 2,5 km)

Anmeldung bitte bis zum 16. Februar über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter der Nummer 0173 5904410 bei Sebastian Böhm

 

 

 

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