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Das Gebiet

Weidfilz0 RobertBradish 2011

Name: Moore und Isar im Tölzer Land

Gebietsgröße: 20.000 ha

Betreut seit: 2003

Bedeutung: Eines der moorreichsten Gebiete Bayerns, Isar mit einmaligen Wildflussabschnitten

Typische Lebensräume: Hochmoore, Nieder- und Übergangsmoore, alpiner Fluss mit Auenzonen

Projektgebiet Moore

Rund elf Prozent im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind von Mooren bedeckt. Damit zählt der Landkreis zu den moorreichsten Gebieten Bayerns. Entlang einer fast durch­gehenden Achse bündeln sich die größten Moore im Landkreis auf eine Länge von ca. 30 km vom Kochelsee im Süden über das Königsdorfer Becken bis nach Deining im Norden. Dieses Band an landes- und bundesweit bedeutsamen Mooren ist mit dem kompletten Spektrum der in Deutschland vorkommenden Moortypen ausgestattet und von moorkundlicher Bedeutung für ganz Mitteleuropa.

Diese Achse wird auch als ‚Tölzer Moorachse’ bezeichnet. Im Jahr 2003 wurde unter gleichem Namen die Lenkungsgruppe Tölzer Moorachse gegründet.

Die betreuten Moorgebiete umfassen die Naturräume des Königsdorfer- und Wolfratshauser Beckens. Die Gebietsbetreuerin ist halbtags tätig. Eine weitere Gebietsbetreuerin ist in den Isar-Loisach-Mooren aktiv. 

typisch im Hochmoor ist die Spirke (Pinus rotundata)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Projektgebiet Isar

 
Isar und Sylvensteinspeicher, Foto H. ZintlDie Isar im Gebiet hat zahlreiche natur­nahe Flussabschnitte mit charakteristischen Tieren und Pflanzen der alpinen und voralpinen Wildflussland­schaft (z.B. Deutsche Tamariske und Flussuferläufer). Be­sonders hervorzuheben sind die orchideenreichen Schnee­heide-Kiefernwälder der Pupplinger und Ascholdinger Au. Oberhalb des Sylvensteinspeichers befindet sich trotz verschiedener Beeinträchtigungen der besterhaltene alpine Wildflussabschnitt Deutschlands. Hier grenzt die LBV-Gebietsbetreuung Obere Isar und Karwendel an. Aufgrund regulierender Eingriffe in das Flusssystem und der vielen Erholungssuchenden am und auf dem Wasser sind der Lebensraum und die Arten stark bedroht.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Die Betreuerin

Birgit Weis

Name: Birgit Weis

Ausbildung: Dipl.Ing. Forstwirtschaft (FH)

Im Dienst als Gebietsbetreuerin seit: 2003

Träger: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Thematische Schwerpunkte:

Umsetzung von Moorschutzprojekten, Flächensicherung, Eigentümerkontakte, Öffentlichkeitsarbeit für die Gebiete und laufenden Schutzprojekte, Führungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mehr zur Betreuerin

Birgit Weis studierte Forstwirtschaft an der Fachhochschule in Weihenstephan. Ihre Diplomarbeit widmete sie dem Thema 'Feuchtwälder im Bereich Iffeldorf und Seeshaupt'. Hier beschäftigte sie sich u.a. mit der forstwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Beurteilung von Moorwäldern. Seit 2001 ist die gebürtige Iffeldorferin beim Landesbund für Vogelschutz in der Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen tätig.

 

Kontakt

Birgit Weis, Dipl.Ing. Forstwirtschaft (FH),

Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen, Bahnhofstraße 16, 82515 Wolfratshausen

Tel. 08171/27303, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tiere und Pflanzen

Sumpfgladiole, Foto A ArendsTierarten: Große Moosjungfer (Libelle), Kreuzotter, Flussuferläufer, Bachmuschel

Pflanzenarten: Frauenschuh, Deutsche Tamariske, Strauchbirke, Sumpf-Glanzkraut, Sumpf-Gladiole

Hilfsprogramme für: Bachmuschel, Kreuzotter

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Vier Arten des Gebiets

Die Sumpfgladiole ist eine Art der FFH-Richtlinie des Natura 2000-Schutzgebietsnetzes. Deutschlandweit ist ihr Verbreitungsschwerpunkt in Bayern. Hier ist sie als stark gefährdet eingestuft. Die Sumpfgladiole wächst auf Moorwiesen und kann bis zu 70 Zentimeter groß werden. Sie bildet eine lockere, einseits endige Ähre aus 2-6 Einzelblüten, die von unten nach oben aufblühen.

Kreuzotter K.Mller

 

 

 

 

 

 

 

Die Kreuzotter lebt im Randbereich von Hochmooren bzw. in den trockeneren Bereichen der Moore, aber auch an der Isar. Sie passt sich ihrer Umgebung an und ist deshalb in verschiedenen Farbvarianten ausgebildet. Früher war sie weit verbreitet. Ihr Bestand ist aufgrund der intensiven Landnutzung stark gefährdet. Mit ihren Giftzähnen tötet die Kreuzotter ihre Beute, wie Mäuse und Eidechsen. Vor Menschen fürchtet sie sich jedoch. Vom Landesamt für Umweltschutz wurde ein Artenhilfsprogramm durchgeführt.

 Deutsche Tamariske, Foto R. Bradish

Die Deutsche Tamariske ist ein Rispenstrauch und kann um die zwei Meter groß werden. Der größte Bestand Deutschlands befindet sich an der oberen Isar. Die Tamariske ist vom Aussterben bedroht. Sie ist an das Hochwasser und die Überschotterung angewiesen. Die Tamariske ist ein Pioniergehölz und besiedelt mit als erste die Sandbänke. Bleiben Überschwemmungen aus, wird die Deutsche Tamariske von Weiden überwachsen.  

 Flussuferläufer, Foto Z.Tunka

Der Flussuferläufer brütet auf blankem Kies. Er ist vom Aussterben bedroht. Die größte Population befindet sich an der oberen Isar, jedoch mit abnehmendem Trend. Der etwa 20 Zentimeter große Vogel reagiert sehr störungsempfindlich. Deshalb weist der Landesbund für Vogelschutz in Zusammenarbeit mit den Isar-Rangern und dem Landratsamt Vogelschutzbereiche zur Brutzeit aus.

Weitere Informationen
 

Was Sie unbedingt erleben müssen

Einen Biergartenbesuch in Feldkirchen nach einer Wanderung durch das Spatenbräufilz.

Eine Führung durch das Königsdorfer Weidfilz und ein Besuch des Heimatmuseums im Ortskern von Königsdorf.

Ein Wirtshausbesuch in der geschichtsträchtigen Gaststub'n in Vorderriß an der Isar.

Meine Angebote

Öffentliche Führungen oder auf Anfrage, Vorträge, Projekttage für Schulklassen an der Isar oder im Moor.

 Projekttag im Moor mit Schüler aus Königsdorf

 

 

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