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Das Gebiet

Altmühlsee FlutmuldeName: Wiesmet, Altmühlsee- und Brombachseegebiet

Gebietsgröße: ca. 3500 ha

Betreut seit: 2003 durch die Gebietsbetreuung und seit 1985 durch den Landesbund für Vogelschutz (LBV)

Bedeutung: Hochwertige Lebensräume für Spezialisten der Nass- und Feuchtwiesen sowie wichtiges Rast- und Nahrungsgebiet für Zugvögel.

Typische LebensräumeNass- & Feuchtwiesen, Röhrichte, Seggenriede, Hochstaudenfluren, magere Flachlandmähwiesen, Niedermoorbereiche, Gewässer mit Flachwasserbereichen und Inseln

 
 
 
 
 
 

Mehr zum Gebiet

Die Seen entstanden 1985. Sie dienen dazu, den trockenen Norden Bayerns, insbesondere den Ballungsraum Nürnberg, mit Wasser aus dem südlichen Bayern zu versorgen. Die feuchten Altmühlwiesen hingegen sind schon immer Begleiter der Altmühl gewesen. Seit dem Bau der Seen wird das Wasserregime dort stark beeinflusst, so dass es zum Beispiel zum Schutz der Wiesenbrüter notwendig ist, Teilbereiche künstlich aufzustauen.

Der Altmühlsee bietet seither mit der Vogelinsel und dem angrenzenden Wiesmet ein einzigartiges Rückzugsgebiet für ca. 300, teilweise sehr seltene Zug- und Brutvogelarten. Das mittlere Altmühltal ist eines der wichtigsten Wiesenbrütergebiete in Bayern. Auch der Brombachsee stellt gerade im Winter ein wichtiges Rast- und Überwinterungsgebiet für viele Wasservogelarten dar.

 
 

Die Betreuerin

Verena Auernhammer

Name: Verena Auernhammer

Ausbildung: Dipl. Ing. (FH) Umweltsicherung

Im Dienst als Gebietsbetreuerin seit: 2010

Träger: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.

Thematische Schwerpunkte: Wiesenbrüterschutz, Fisch- & Seeadlerschutz, Schutzmaßnahmen Wiesenweihe, Lebensraumverbesserung Wasservögel, Natura 2000 Planung & Umsetzung

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mehr zur Betreuerin

Kontakt

Verena Auernhammer Dipl.-Ing. (FH) Umweltsicherung, Gebietsbetreuerin
LBV-Umweltstation Altmühlsee
Schlossstr. 2
91735 Muhr am See

Tel.: 0172 76 91 031

 
 

Tiere und Pflanzen

Großer Brachvogel Tierarten: Großer Brachvogel, Rotschenkel, Uferschnepfe, Kiebitz, Bekassine, Wachtelkönig, Wiesenpieper, Seeadler, Fischadler, Wiesenweihe, Grauammer, Braunkehlchen, Biber, Vogelazurjungfer

Pflanzenarten: Wiesenknopf, Kantenlauch, Klappertopf, verschiedene Orchideenarten im Niedermoorbereich

Hilfsprogramme für z.B.: Wiesenbrüter, See- & Fischadler, Wiesenweihe

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mehr zu Tieren

Das Wiesmet gilt seit vielen Jahren als hervorragendes Brut- und Aufzuchtgebiet für diverse Wiesenbrüterarten, wie den Großen Brachvogel und die Uferschnepfe. In den letzten Jahren brach die Zahl der erfolgreichen Jungvogelaufzuchten bei den Wiesenbrütern allerdings ein. Derzeit gehören sie zu der am stärksten gefährdeten Vogelgruppe in Bayern. Fast alle dazugehörigen Arten stehen auf der Roten Liste mit der Einstufung „vom Aussterben bedroht“. Niederschlagsarme Jahre, welche immer häufiger auftreten, lassen die Feuchtwiesen austrocken. Die Nahrungssuche wird für die langschnäbligen Vögel, die auf einen durchfeuchteten Boden angewiesen sind, deutlich erschwert. Trotz eines hohen Anteils extensiv genutzter Wiesen, werden immer noch zu viele Verluste durch die moderne landwirtschaftliche Nutzung auf Intensivflächen festgestellt.

Eine weitere Herausforderung für die scheuen Vögel ist das veränderte Freizeitverhalten. Freizeitaktivitäten wie zum Beispiel Spazierengehen mit freilaufenden Hunden oder Quad fahren, stören die Vögel in ihrem Lebensraum. So werden Brutpaare gezwungen auf suboptimale Nistplätze auszuweichen, an denen Räuber, wie der Fuchs und der Dachs, oft ein leichtes Spiel haben. Um den derzeit negativen Bestandstrend der Wiesenbrüter in unseren heimischen Wiesen umzukehren, werden gemeinsam mit allen Akteuren vor Ort Maßnahmen zum Wiesenbrüterschutz erarbeitet. Diese entstehen in einer vorbildlichen und einzigartigen Zusammenarbeit von beteiligten Landwirten, Jägern, Anglern, Naturschutz-verbänden, Behörden und Gemeinden.

Auch am Brombachsee werden die Brutvogelhabitate durch äußere Einflüsse beeinträchtigt. Da der See als Zwischenspeicher genutzt wird, kann es zu deutlichen Wasserstandschwankungen kommen, was für einige Röhrichtbewohner und Schwimm-nestbauer zum Problem werden kann.  Zudem ist der See, ebenso wie der Altmühlsee, von Tourismus und anderen Freizeitangeboten geprägt. Gerade störungsempfindliche Vogelarten, die Bedarf an störungsfreien, offenen Wasserflächen haben, finden hier teilweise nur erschwert Brutmöglichkeiten.

Die im Brombachgebiet gelegenen Uferzonen bieten Bruthabitate für ein breites Spektrum von Vogelarten mit unterschiedlichsten Ansprüchen. Zudem dient das Seengebiet als wichtiges Nahrungs- und Rastangebot für Zugvögel und Wintergäste. Für Vögel besteht eine wichtige Verbindung zum nahegelegenen Altmühlseegebiet. Im Winter weichen Wasservögel des schneller zufrierenden Altmühlsees oft auf den Brombachsee aus.

 

 

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