Ampertal

Amperaue
Amperaue

Name: Ampertal

Gebietsgröße: 4.307 ha, davon ca. 1.400 ha FFH-Gebiet

Betreut seit: Januar 2003

Bedeutung: Biotopachse in den intensiv genutzten Landkreisen um München; hohe Artenvielfalt am und im Fluss

Typische Lebensräume: Auwälder, Streuwiesen, Still - und Fließgewässer

Besonderheit: FFH-Gebiet

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Das Ampertal zieht sich als grünes Band vom Ende des Ampermooses bei Grafrath bis zur Mündung in die Isar bei Moosburg. In den betreuten Landkreisen Dachau und Fürstenfeldbruck durchschneidet der Fluss drei geologische Räume: Moränenlandschaft, Schotterebene und Tertiärhügelland.
Als Zeuge der ursprünglich extensiven Nutzung entlang des Flusses finden sich dort noch artenreiche Streuwiesen und Niedermoore mit Raritäten wie Sumpf-Gladiole oder Kriechender Sellerie, und naturnahe Auwälder säumen den Fluss auf weiten Strecken.Die Amper selbst ist Lebensraum für verschiedenste Fischarten, darunter rasante Räuber wie den Rapfen oder heimliche Bewohner wie den Schlammpeitzger.

Sebastian Böhm
Sebastian Böhm

Name: Sebastian Böhm

Ausbildung: Forstingenieur (B. Eng.) FH Weihenstephan

Im Dienst seit: 2016

Träger: Fürstenfeldbruck e.V. , Landschaftspflegeverbände Dachau e.V.

Thematische Schwerpunkte: Arten- und Biotopschutz, Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit

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Sebastian Böhm
Schon in meiner Kindheit waren die Amperauen mein "Spielplatz". Während damals die Probleme und die Schutzwürdigkeit dieser vielfältigen Landschaft keine Rolle für mich spielten, sind sie mir nun umso mehr Anliegen und durch das Glück, hier die Stelle des Gebietsbetreuers zu besetzen, auch berufliche Aufgabe. Kontaktieren Sie mich gerne jederzeit zu allen Belangen rund um das Ampertal!

Kontakt

Sebastian Böhm

Landschaftspflegeverbände Dachau e.V. und Fürstenfeldbruck e.V.

Münchner Str. 37

85232 Bergkirchen-Eschenried

Mobil: 0173 5904410

Eisvogel
Eisvogel

Tierarten: Frauennerfling, Schlammpeitzger, Laubfrosch, Biber, Grüne Keiljungfer, Grauspecht, Kleinspecht, Eisvogel

Pflanzenarten: Kriechender Sellerie, Sumpf-Gladiole, Sumpf-Platterbse, Hartman-Segge, Wohlriechender Lauch, Prachtnelke

Highlights: -

Hilfsprogramme für: Anlage von Eisvogelwänden, Vermehrungsprojekt für seltene Streuwiesenpflanzen, Pflegemaßnahmen auf Feucht- und Niedermoorflächen

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Ampertaler des Monats Mai: die Zauneidechse Der Ampertaler des Monats Mai kann sich dieses Jahr über einen besonderen Titel freuen. Denn die Zauneidechse ist „Reptil des Jahres 2020“! Dabei ist dieser Titelgewinn eine eher zweifelhafte Ehre. Soll doch damit darauf hingewiesen werden, dass diese ehemalige Allerweltsart zunehmend verschwindet. Das geschieht größtenteils eher unbemerkt, denn die kleinen Echsen leben unauffällig und verschwinden bei Annäherung von Menschen schnell in ihrem Versteck. Das kann ein Totholzhaufen, ein Mäuseloch oder auch eine Ansammlung von Steinen sein. Schafft man es jedoch einmal, eines der heimlichen Reptilien zu entdecken, gibt es vor allem bei den Männchen allerhand zu sehen. Sie sind zur Paarungszeit teilweise intensiv smaragdgrün gefärbt. Die Weibchen halten es da etwas unauffälliger und kommen im schlichten Braun daher, das jedoch mit weißen und schwarzen Linien und Punkten als „Accessoires“ versehen ist. Die besten Chancen auf eine Begegnung mit den Echsen hat man morgens und vormittags, wenn sie an sonnigen Plätzen Wärme tanken. Denn als wechselwarme Tiere brauchen sie diese dringend, um den Organismus auf „Betriebstemperatur“ zu bringen. Da dies zur kalten Jahreszeit nur schwer möglich ist, verbringen sie im Herbst und Winter einige Monate in Winterruhe, und lassen sich erst ab März wieder sehen. In der Wahl ihres Lebensraumes sind die Eidechsen flexibel, nur zu feucht und kalt sollte es nicht sein. Außerdem braucht es ein passendes Versteck, gute Sonnenplätze sowie ein ergiebiges Jagdgebiet. Kein Wunder also, dass die Art früher fast allgegenwärtig war. So fand sie sich zum Beispiel in Gärten, vor allem in eher ungenutzten Randbereichen, woher auch der Name Zauneidechse rührt. Diese Zeiten sind leider vorbei, denn selbst die recht niedrigen Ansprüche der Art werden in weiten Teilen unserer Landschaft nicht mehr erfüllt. Es fehlt an ungenutzten, sonnigen Waldrändern, verwilderten Ecken in Gärten und generell an strukturreichen Extensivlebensräumen. Es ist schlicht und ergreifend zu ordentlich und aufgeräumt! Zudem wird die Wiederbesiedelung und Wanderung durch die Zerschneidung der Lebensräume mit Straßen verhindert, auf welchen zahlreiche Eidechsen zu Tode kommen. Im Sinne der Zauneidechse gilt es also, wieder mehr „Verhau“ in unserer Landschaft zuzulassen und vielleicht einen kleinen Teil des eigenen Gartens der Natur zu überantworten. Das freut nicht nur die Zauneidechse und viele andere Arten, sondern spart auch Arbeit.

Zauneidechse
Zauneidechse

Was Sie unbedingt erleben müssen

Erwandern Sie sich die Schönheit des Ampertals auf einer Tour von Fürstenfeldbruck nach Schöngeising! Ausgehend vom Kloster Fürstenfeld können Sie, immer der Zellhofstraße folgend, eindrucksvoll verschiedene Lebensräume entlang des Flusses entdecken: von schattigen Buchenwäldern mit munter sprudelnden Hangquellen über feuchte Auwälder und artenreiche Niedermoorwiesen bis hin zur Amper selbst, welche, mal rasch und mal träge, den Weg begleitet. Der gesamte Bereich ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und es besteht ein Betretungsverbot jenseits der öffentlichen Wege. Um diese wirklich wertvollen Flächen zu schützen, bitte ich Sie, sich auch daran zu halten. Aber glauben Sie mir, es wird Ihnen nicht schwerfallen: die Naturschätze dieses Gebiets befinden sich quasi direkt am Straßenrand!

Die schönsten Orte im Gebiet

Amperschlucht bei Wildenroth, Emmeringer Hölzl, Amperaue bei Günding

Die Angebote

Exkursionen: Neben den angebotenen Exkursionen gebe ich auch gerne Führungen und Vorträge "außer der Reihe" zu verschiedenen Themen und vor verschiedenstem Publikum. Kontaktieren Sie mich einfach! Alle angebotenen Exkursionen sind kostenlos!

Donnerstag, 07. Mai 2020, FFB Aue, Moos und Fluss - Lebensräume an der Amper

Diese Tour mit den Gebietsbetreuern für das Ampertal und den Ammersee führt zunächst entlang der Amper bei Grafrath, wo es Auwaldreste und spannende Gewässerbewohner zu bestaunen gibt. Nach einem Abstecher zur Sohlschwelle geht es per PKW nach Kottgeisering, von wo aus bei einem Abstecher ins Moos mit etwas Glück seltene Vogelarten wie der Brachvogel beobachtet werden können, welcher dank einem erfolgreichen Artenschutzprojekt hier wieder eine Heimat hat.

  • Treffpunkt: Parkplatz an der Wasserwachtshütte Grafrath (Graf-Rasso-Straße, zwischen Amperbrücke und Gasthaus Dampfschiff).
  • Start: 18:00 Uhr
  • Dauer: ca. 3 Stunden, Wegstrecke ca. 3 Kilometer
  • Mitbringen: Fernglas, falls vorhanden; zudem ist für die Fahrt nach Kottgeisering ein PKW notwendig; bitte Fahrgemeinschaften bilden!
  • Kosten: keine
  • Anmeldung: bis 07.05. bei Sebastian Böhm, Gebietsbetreuung Ampertal, 0173 / 590 44 10 oder unter ampertal@gmx.de

Freitag, 26. Juni 2020, DAH Mit dem Gebietsbetreuer unterwegs – zu den nächtlichen Jägern

Fledermäuse sind mit die heimlichsten Bewohner unserer Natur. Im Natura 2000 - Gebiet Ampertal finden die lautlosen Luftakrobaten ideale Lebensbedingungen und lassen sich mit Taschenlampe und Batdetektor live erleben. Zuvor gibt es spannende Hintergrundinformationen zur Lebensweise der faszinierenden Nachtgeschöpfe.

  • Treffpunkt: Parkplatz an der Brücke Hirschgangweg, Haimhausen
  • Start: 20:30 Uhr
  • Dauer: ca. 1,5 Stunden, Wegstrecke 2 Kilometer
  • Mitbringen: Taschenlampe
  • Kosten: keine
  • Anmeldung: bis 26.06. Sebastian Böhm, 0173 / 590 44 10 oder unter ampertal@gmx.de

Samstag, 27. Juni 2020, DAH Mit dem Gebietsbetreuer unterwegs – fliegende Edelsteine in den Amperauen

Das Natura 2000 - Gebiet Ampertal ist einer der wertvollsten Libellenlebensräume Bayerns. An Fluss, Altwässern und Gräben lassen sich verschiedene Arten beobachten, dazu gibt es Informationen zum faszinierenden Lebenszyklus dieser geflügelten Schönheiten und ihrem Lebensraum.

  • Treffpunkt: Parkplatz an der Kläranlage Ampermoching, Grießlstraße
  • Start: 09:30 Uhr
  • Dauer: ca. 2 Stunden, Wegstrecke 4 Kilometer
  • Mitbringen: Fernglas, falls vorhanden
  • Kosten: keine
  • Anmeldung: bis 26.06. bei Sebastian Böhm, 0173/590 44 10 oder unter ampertal@gmx.de

Freitag, 17. Juli 2020, DAH Mit dem Gebietsbetreuer unterwegs – zu den nächtlichen Jägern

Fledermäuse sind mit die heimlichsten Bewohner unserer Natur. Im Natura 2000 - Gebiet Ampertal finden die lautlosen Luftakrobaten ideale Lebensbedingungen und lassen sich mit Taschenlampe und Batdetektor live erleben. Zuvor gibt es spannende Hintergrundinformationen zur Lebensweise der faszinierenden Nachtgeschöpfe.

  • Treffpunkt: Parkplatz an der Brücke Hirschgangweg, Haimhausen
  • Start: 20:30 Uhr
  • Dauer: ca. 1,5 Stunden, Wegstrecke ca. 2 Kilometer
  • Mitbringen: Taschenlampe
  • Kosten: keine
  • Anmeldung: bis 17.07. Sebastian Böhm, 0173 / 590 44 10 oder unter ampertal@gmx.de

Freitag, 24. Juli 2020, FFB Mit dem Gebietsbetreuer unterwegs – zu den nächtlichen Jägern Fledermäuse sind mit die heimlichsten Bewohner unserer Natur.

Im Natura 2000 - Gebiet Ampertal finden die lautlosen Luftakrobaten ideale Lebensbedingungen und lassen sich mit Taschenlampe und Batdetektor live erleben. Zuvor gibt es spannende Hintergrundinformationen zur Lebensweise der faszinierenden Nachtgeschöpfe.

  • Treffpunkt: Parkplatz östlich der Kirche Schöngeising, Kirchstraße
  • Start: 20:30 Uhr
  • Dauer: ca. 2 Stunden, Wegstrecke ca. 2 Kilometer
  • Mitbringen: Taschenlampe
  • Kosten: keine
  • Anmeldung: bis 24.07. Sebastian Böhm, 0173 / 590 44 10 oder unter ampertal@gmx.de

Sonntag, 13. September 2020, DAH Mit dem Gebietsbetreuer unterwegs - Feld, Wald und Aue am Oberndorfer Altwasser (BTN)

Die Oberndorfer Altwasserschleife war bis Anfang des letzten Jahrhunderts noch der eigentliche Lauf der Amper. Heute lassen sich entlang dieses Reliktes seltene Lebensräume und Arten entdecken, die das Natura 2000 - Gebiet Ampertal zu einer hochwertigen Biotopverbundsachse machen. Zur Stärkung erfolgt mittags eine Einkehr in Ampermoching (Selbstzahler).

  • Treffpunkt: Parkplatz an der Bavarian International School, Ende Dorfstraße, Haimhausen
  • Start: 09:30 Uhr
  • Dauer: ca. 6 Stunden, Wegstrecke ca. 12 Kilometer
  • Mitbringen: Fernglas, falls vorhanden
  • Kosten: keine, außer Essen und Getränke bei der Einkehr
  • Anmeldung: bis 11.09. bei Sebastian Böhm, 0173 / 590 44 10 oder unter ampertal@gmx.de

Sonntag, 11. Oktober 2019, FFB Mit dem Gebietsbetreuer unterwegs – Herbstliche Wälder und Felder

Zwischen Olching und Emmering geht es hier durch Wälder und weitläufige Felder durch das Ampertal. Den Weg säumen typische Lebensräume des Natura 2000 – Gebietes, und auch Vertreter der Tierwelt, wie etwa der Biber, machen durch Ihre Spuren auf sich aufmerksam.

  • Treffpunkt: Parkplatz rechts (Richtung Olching fahrend) zwischen der Amperbrücke der Staatsstraße 2345 und Einmündung Römerstraße
  • Start: 13:00 Uhr
  • Dauer: ca. 2,5 Stunden, Wegstrecke ca. 4 Kilometer
  • Mitbringen: Fernglas, falls vorhanden
  • Kosten: keine
  • Anmeldung: bis 09.10. bei Sebastian Böhm, 0173 / 590 44 10 oder unter ampertal@gmx.de