Haßberge mit Schwerpunktgebiete Haßbergtrauf und Mainaue

Regierungsbezirke
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Name: Haßberge mit Schwerpunktgebiete Haßbergtrauf und Mainaue

Gebietsgröße: ca. 80.000 ha, Kernbereich FFH- und SPA-Gebiete am Haßbergtrauf (ca. 5.800 ha) und in der Mainaue (ca. 3.700 ha)

Betreut seit: Januar 2018

Bedeutung:

Mosaikartige Kulturlandschaft mit bunten Hangwiesen und bedeutenden Vogelhabitaten in der Mainaue

Typische Lebensräume:

Artenreiche Mähwiesen des Flachlandes, Streuobstwiesen, extensiv genutzte Äcker, (Sand-)Magerasen, Niedermoore, Schilfröhrichte und Schlammlingsfluren

Besonderheit:

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Der Haßbergtrauf ist durch die fränkische Realteilung in Klein- und Kleinstflächen mit unterschiedlicher Nutzung aufgeteilt. Große Naturschutzgebiete mit z.T. mehr als 1.000 ha liegen zwischen Königsberg und Zeil. Auch im Maintal gibt es großflächige Schutzgebiete, die insbesondere als überregional bedeutsame Brut- und Rastgebiete für viele seltene Vogelarten bekannt sind. Watvögel wie Flußregenpfeifer, Alpen- und Zwergstrandläufer aber auch Röhrichtbrüter wie die Zwergrohrdommel oder das Blaukehlchen können beobachtet werden. Daneben auch Wiesenbrüter wie der Kiebitz. Botanische Raritäten der Mainaue sind kalkreiche Sandmagerrasen oder Schlammlingsfluren. Am Haßbergtrauf sind artenreiche Magerwiesen in Kombination mit Streuobstbeständen vorhanden, die dem Gebiet überregionale Bedeutung verleihen. Kennzeichnende Vogelarten sind Neuntöter und Wendehals.

Gebietsbetreuer
Gebietsbetreuer

Name: Otto Elsner

Ausbildung: Diplom-Biologe

Im Dienst seit: 2018

Träger: Bund Naturschutz, Kreisgruppe Haßberge, Bund Naturschutz Ebern

Thematische Schwerpunkte: Artenschutz, Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit

Gebietsbetreuerin
Gebietsbetreuerin

Name: Birgit Binzenhöfer

Ausbildung: Dipl. Geographin

Im Dienst seit: 2018

Thematische Schwerpunkte: Erfassung und Überwachung charakteristischer Pflanzen- und Tierarten wie Ackerwildkrautflora oder Tagfalter, Planung und Umsetzung von Arten- und Biotopschutzmaßnahmen, Bildungsarbeit

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Otto Elsner
Bereits in den 70er Jahren war ich dabei die Flora der Hassberge zu erforschen. Nach dem Studium als Biologe arbeitete ich in vielen Regionen Unter- und Oberfrankens bis ich nun in diesem einzigartigen Mittelgebirge tätig werden konnte. Seit Ende der 80er Jahre wohne ich inmitten dieses Gebietes, in dem ich heute arbeite. In der Heimat leben und arbeiten zu können, seine Landschaft „verstehen“ zu versuchen, sind Motivationen, um die man auch mal beneidet wird. Viele Interessensgruppen haben Ansprüche an geschützte Gebiete, das sind dann auch Herausforderungen, die es zu lösen gilt. Wir als Gebietsbetreuer schaffen das (häufig).
Birgit Binzenhöfer
Nach meinem Studium der Biogeographie im Saarland bin ich als Freiberuflerin in meinen Heimatlandkreis zurückgekehrt, von wo aus ich noch heute süddeutschlandweit tätig bin. Während sich mein Diplomarbeitsthema mit der Biologie und dem Ausbreitungsverhalten von Wiesenknopf-Ameisenbläulingen im Steigerwald widmete, lag der Schwerpunkt meiner Dissertation auf den Habitatansprüchen verschiedener Tagfalterarten im Naturschutzgebiet Hohe Wann zwischen Zeil und Königsberg. Heute kann ich die Mainaue auch als Gebietsbetreuerin näher kennenlernen, was ich sehr zu schätzen weiß. Der Erhalt und die Wertschätzung meines Heimatgebietes liegt mir sehr am Herzen.

Kontakt

Otto Elsner

Bund Naturschutz, Kreisgruppe Haßberge

Haßbergtrauf

97491 Aidhausen

Telefon: 0923 950110

Mobil: 0173 9626997

Birgit Binzenhöfer

Mainaue Bund Naturschutz Bayern

Spitaltorstraße 3

96106 Ebern

Mobil: 0152 01347353

Logo Gebietsbetreuer in Bayern
Logo Gebietsbetreuer in Bayern

Tierarten:

Tagfalter, Wiesenweihe, Kiebitz

Pflanzenarten:

Acker-Wildkräuter, Stromtal-Veilchen, Verschiedene Knabenkräuter, Weiße Zaunrübe, Berg-Fetthenne, Weißes Fingerkraut

Highlights:

Stromtalwiesen-Reste und strukturreiche Obstwiesen

Hilfsprogramme für:

Wiesenbrüter, Wiesenknopf-Ameisenbläulinge

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Die jahrhundertelange historische Nutzung der Hangwiesen ohne Düngung hat am Haßbertrauf zu magerer Grünlandvegetation auf meist basenreichem Untergrund (Gipskeuper) geführt. Etwas nährstoffreicher sind die bunt blühenden Wiesenknopf-Silgenwiesen in den Talauen am Fuß der Haßberge und im Maintal. Das Gebiet ist streckenweise noch kleinteilig mit Gehölzgruppen und Schilfbeständen durchzogen, mal trocken oder mal feucht. Diese Strukturvielfalt bietet zahlreichen Vögeln und Insekten Lebensraum. Auch flachgründige und strukturreiche Ackerflächen mit zahlreichen Ackerwildkräutern finden sich in den Hanglagen des Haßberganstiegs. Diese Landschaft kann nur erhalten werden, wenn das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm den Landwirten diese extensiven Nutzungsformen ermöglicht.

 

Was Sie unbedingt erleben müssen

Bunt blühende Wiesen auf hunderten von Hektar. Blüte des Wiesen-Salbeis im Mai und Pflanzen der Magerrasen im Juni und Juli.

Die schönsten Orte im Gebiet

Wandern Sie auf dem LIFE-Erlebnispfad bei Knetzgau durch das Maintal oder vom historischen Königsberg über Prappach nach Zeil am Main. Von dort über den Kalvarienberg zum Käppele und dann durch die Weinberge nach Ziegelanger.

Die Angebote

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