Starnberger See und Umland

Starnberger See Nordbucht (Foto: Gehrold)
Starnberger See Nordbucht (Foto: Gehrold)

Name: Starnberger See und Umland

Gebietsgröße: ca. 60 km²

Bedeutung:

eines der bedeutendsten Rast- und Überwinterungsgebiete für Wasservögel im Voralpenland

Typische Lebensräume:

Voralpensee, Still- und Fließgewässer, Übergangs- und Schwingrasenmoore, kalkreiche Niedermoore

Besonderheit:

-

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Als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung ist der Starnberger See Bestandteil des weltweiten Ramsar-Netzwerks und des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. Der gesamte See ist sowohl als FFH-Gebiet als auch als Vogelschutzgebiet (SPA) ausgewiesen. In den Wintermonaten können hier über 20.000 Wasservögel beobachtet werden. Zu dem betreuten Gebiet zählt außerdem das nördlich angrenzende Naturschutzgebiet "Leutstettener Moos", das Teil des FFH-Gebiets "Moore und Wälder der Endmoräne bei Starnberg" ist.

Andrea Gehrold (Foto: Andreas Riedmiller)
Andrea Gehrold (Foto: Andreas Riedmiller)

Name: Andrea Gehrold

Ausbildung:

Promovierte Biologin (Dr. rer. nat.)

Im Dienst seit: 2014

Thematische Schwerpunkte:

Ornithologisches Monitoring, Artenschutzprojekte, Öffentlichkeitsarbeit, Ansprechpartnerin für Behörden und Seenutzer

Mehr Informationen

Kontakt

Andrea Gehrold

Landsberger Str. 57

82266 Inning-Stegen

Telefon: 08143 271168

Bodenseevergissmeinnicht am Starnberger See  (Foto: Gehrold)
Bodenseevergissmeinnicht (Foto: Gehrold)

Tierarten:

Über 160 Vogelarten am See, darunter bis zu 30 verschiedene Wasservogelarten, vielfältige Fischfauna, Amphibien, Reptilien, Libellen- und seltene Tagfalterarten.

Pflanzenarten:

Bodenseevergissmeinnicht (endemische Art am Bodensee und Starnberger See)

Highlights:

Im Winterhalbjahr gute Beobachtungsmöglichkeiten für seltene Wasservogelarten wie Prachttaucher, Sterntaucher, Eistaucher, Ohrentaucher, Rothalstaucher, Samtente, Trauerente u. v. m.

Hilfsprogramme für:

Flussseeschwalbe

Bedrohung:

Hoher Freizeitdruck.

Die Einhaltung der Winterruhe für Wasservögel am Starnberger See (Nov-Mrz) ist von herausragender Bedeutung für den Vogelschutz

Naturschutz-Projekte:

-

Besondere Lebensraumtypen:

-

Mehr Informationen

Auf dem Starnberger See befindet sich eine der größten bayerischen Flussseeschwalben-Kolonien. Zwischen 30 und 50 Paare brüten auf einem Nistfloß, das vom LBV Starnberg und der Gebietsbetreuung betreut wird. Im Rahmen eines langjährigen Beringungsprogramms werden hier auch junge Flussseeschwalben markiert. Anhand der Ringfunde und -sichtungen kann festgestellt werden, wo die Zugwege und die afrikanischen Überwinterungsgebiete liegen und ob die erwachsenen Flussseeschwalben als Brutvögel in ihre Kolonie zurückkehren. Während der Brutsaison berichtet die Gebietsbetreuung monatlich mit Fotos und Videos über das Brutgeschehen auf dem Nistfloß.

Weitere aktuelle Ringsichtungen von Möwen- und Wasservögeln aus ganz Europa belegen die internationale Bedeutung des Starnberger Sees als Drehkreuz des Vogelzugs.

Brütende Flussseeschwalben und Lachmöwen auf dem Nistfloß am Starnberger See  (Foto: Gehrold)
Brütende Flussseeschwalben und Lachmöwen auf dem Nistfloß am Starnberger See (Foto: Gehrold)
Flussseeschwalben mit Flüggling auf dem Brutfloß (Foto: Gehrold)
Flussseeschwalben mit Flüggling (Foto: Gehrold)
Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous)
Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous)
Reiherenten (Foto: Gehrold)
Reiherenten (Foto: Gehrold)
Wasservogelansammlung an der Roseninsel (Foto: Gehrold)
Wasservogelansammlung an der Roseninsel (Foto: Gehrold)
Afrawiese am Westufer des Starnberger Sees (Foto: Wimmer)
Afrawiese (Foto: Wimmer)
Bernrieder Park (Foto: Wimmer)
Bernrieder Park (Foto: Wimmer)
Roseninselbucht (Foto: Gehrold)
Roseninselbucht (Foto: Gehrold)

Was Sie unbedingt erleben müssen

In den Wintermonaten ist ein Ausflug in den Lenné-Park bei Feldafing (am Westufer des Starnberger Sees) besonders empfehlenswert. Ziel des Spaziergangs ist die Bucht bei der Roseninsel, wo sich alljährlich mehrere Tausend Wasservögel einfinden. Hier kann man u. a. Reiherenten, Tafelenten, Haubentaucher und Schwarzhalstaucher beobachten, außerdem Kolbenenten (Sep-Okt) und Schellenten (Dez-Feb). Besonders seltene Arten wie Prachttaucher, Sterntaucher oder Samtente halten sich im Winter vor allem in der Südhälfte des Sees auf. Leider meist fernab der Ufer, so dass man sie nur mit Fernrohr oder Fernglas beobachten kann. Gute Chancen auf eine Sichtung hat man in der Seeshaupter Bucht und beim Ambacher Erholungsgelände.

Die schönsten Orte im Gebiet

Der Bernrieder Park liegt am Südwest-Ufer des Starnberger Sees und wird von der Wilhelmina Busch-Woods-Stiftung betreut. Der nach englischem Vorbild gestaltete Park bietet zu jeder Jahreszeit ein beeindruckendes Landschaftserlebnis. Die mehrere hundert Jahre alten Methusalembäume lassen einen fasziniert innehalten. Nicht zuletzt bieten die alten Bäume Lebensraum für seltene Käferarten, Fledermäuse und höhlenbrütende Vögel.

Von Mai bis Mitte Oktober empfiehlt sich ein Besuch auf der Roseninsel. Vom Feldafinger Ufer aus kann man mit der Fähre zur Insel übersetzen, den Rosengarten besuchen und an Führungen teilnehmen. Außerdem schweift dort der Blick weit zurück in die Geschichte, denn die Umgebung der Roseninsel ist Fundort jahrtausendealter Pfahlbauten und UNESCO-Welterbestätte.

Die Angebote

Führungen und Veranstaltungen werden über die Homepage der LBV Kreisgruppe Starnberg bekanntgegeben.